Am 25.03. brach ein Team von drei St. Gallern auf nach Zürich, um unsere Ehre im Wettstreit mit den Debattanten der ETH und der UZH zu verteidigen.

Ein bisschen Pech mit dem Wetter hatten sie: Als Richard, Patrick und Jan, drei Mitglieder des Debating Clubs an der Universität St. Gallen, am 25.03. sich auf den Weg nach Zürich zur Freundschaftsdebatte mit dem Debattierclub Zürich (UZH und ETH) aufmachten, war es in St. Gallen noch eitel Sonnenschein – bei ihrer Ankunft in Zürich regnete es hingegen in Strömen. Dank des ortskundigen Richard war allerdings die Polybahn schnell gefunden und nach einer kurzen Wanderung durch den im Vergleich zur HSG riesigen ETH-Komplex konnte auch der korrekte Raum ausfindig gemacht, gefüllt mit 20 motivierten Ingenieuren, Juristen und Studierenden anderer Fächer.

Kurz darauf begann der frisch gewählte Zürcher Präsident Jonathan auch mit dem Einstieg in die abendliche Debatte und eröffnete eine Übung zur Suche nach und Entkräftung von potentiellen Argumenten des Gegners bereits im Vorhinein. Danach ging es auch schon zur eigentlichen Debatte – anders als an der HSG, wo wir jeweils eine Auswahl von drei Themen vor der Debatte im Vorhinein bekannt geben, sammeln die Zürcher Debattanten spontane Vorschläge und stimmen darüber ab.

Schliesslich setzte sich ein Thema von der am vorherigen Wochenende stattgefundenen Zeit-Debatte Bayreuth durch: Sollten Massenschlägereien unter strengen Auflagen legalisiert werden? Die Regierungsseite repräsentierend versuchten unsere St. Galler Debattanten eine Team-Strategie zu fahren, die zum einen die Reduktion negativer Folgen abzielte: Ähnlich wie bei leichten Drogen lohne sich die Legalisierung, weil man dann Schlägereien besser kontrollieren könne – anstatt spontaner, eskalierender Prügeleien gäbe es dann vorher angemeldete, von der Polizei überwachte Kämpfe, um die Unbeteiligte leicht einen Bogen machen könnten. Zum anderen versuchten die drei St. Galler, das Recht auf Schlägereien als Bestandteil der klassischen Handlungsfreiheit darzustellen: Wenn zwei Erwachsene, die sich der Konsequenzen ihrer Handlungen bewusst sind, sich schlagen wollen, warum sollte man es ihnen verbieten? Letzteren Punkt fanden die Juroren jedoch nicht komplett überzeugend, schliesslich schütze das Recht auch in anderen Fällen Menschen vor sich selbst, so zum Beispiel beim Wunsch, ermordet zu werden. Dennoch konnten Richard, Patrick und Jan denn auch knapp die Debatte für sich entscheiden – als Feedback für alle Debattanten blieb jedoch, dass Behauptungen noch stärker argumentativ hinterlegt werden müssten.

Danach konnten die drei die Zeit mit den Zürchern ausserdem zum Austausch über Strategien zur Mitgliedergewinnung und zur Finanzierung von Turnierbesuchen nutzen. Zudem wurde gleich die nächste Freundschaftsdebatte mitgeplant: Im kommenden Herbstsemester kommen die Zürcher nach St. Gallen und wohnen unserer Debatte bei!

Kategorien: Aktuelles, Turniere

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